Auf der Suche nach Theria rupicapraria und Theria primaria

Der Vorfrühling ist im besten Sinne des Wortes eine spannende Zeit, die ersten Falter fliegen und man kann noch an der Technik feilen. Besonders in der Digitalfotografie bieten sich mit dem sogenannten Stacking mittlerweile fantastische Möglichkeiten.

Theria rupicapraria ♂, NSG Iberg, 16. Februar 2017 (Foto: Dieter Robrecht). Das dunkle Mittelband ist zum Innenrand hin verschmälert.

Theria primaria ♂, NSG Iberg, 16. Februar 2017 (Foto: Dieter Robrecht)

Der Wetterbericht kündigte für den 16. Februar 2017 Abendtemperaturen an, die für die Suche nach dem Frühen und Späten Schlehenbusch-Winterspanner erfolgversprechend schienen.
Auf dem Muschelkalkhang am Iberg in Volkmarsen-Hörle (Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen) finden sich ausgedehnte Schlehenhecken, in denen beide Arten vorkommen. Wir starteten die Suche mit dem Beginn der Dämmerung, denn schon dann zeigten sich die ersten Falter, die an den Zweigen sitzen und daran weitgehend still ausharren. Erst wenn sie den Duftstoff eines Weibchens aufnehmen, fliegen sie das Weibchen zur Begattung an.

Theria primaria ♀, NSG Iberg, 16. Februar 2017 (Footo: Dieter Robrecht)

Theria primaria ♀, NSG Iberg, 16. Februar 2017 (Footo: Dieter Robrecht)

Bei bedecktem Himmel, einem leisen Windzug und einer Temperatur, die innerhalb einer Stunde von 5 Grad auf 3 Grad Celsius fiel, zeigten sich viele Falter. In dieser Zeit hatten wir etwa 250 Meter Heckensaum abgeleuchtet und mehrere Dutzend Falter beobachten können, fast ausnahmslos taufrische Tiere, davon etwa 90 Prozent Theria primaria.
Die Unterscheidung beider Arten ist in der Natur, nicht ganz einfach. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist das Mittelband der Vorderflügel. Beim Männchen von T. rupicapraria ist es schmäler und verengt sich zum Innenrand hin, außerdem tritt es kontrastreicher hervor als bei T. primaria. Die innere Begrenzungslinie des Mittelbandes tritt bei T. rupicapraria zudem deutlicher hervor.
Nur ein einziges Weibchen von T. primaria konnten wir finden, das an einer Zweigspitze saß (Foto). Das Weibchen von T. primaria hat ein parallelrandiges Mittelband, das von T. rupicapraria verengt sich, wie beim Männchen, ebenfalls zum Innenrand hin.
In wenigen Zweifelsfällen, z.B. bei abgeflogenen Faltern, kann eine Genitaluntersuchung notwendig werden, und da ja alles für das Internet aufbereitet werden soll, muss jeweils ein gutes Digitalfoto davon erstellt werden. Das Problem dabei? Die fehlende Tiefenschärfe der Fotos bei normalen, unter Glas eingebetteten Präparaten. Aber dafür gibt es gute Software und entsprechende Fototechnik, das sogenannte „Stacking“,  auch Fokus-Stapelung oder deep focus fusion (DFF) genannt.  Zwei Beispiele dafür: Beim Klick auf die Vorschaubilder öffnen sich die Bilddateien.

Theria rupicapraria, Genital ♂, NSG Iberg, Febrar 2017 (Foto: Dieter Robrecht)

Theria rupicapraria, Genital ♂, NSG Iberg, Februar 2017 (Foto: Dieter Robrecht)

Theria primaria, Genital ♂, NSG Iberg, Februar 2017 (Foto: Dieter Robrecht)

Zur Technik: Das Foto vom T. rupicapraria-Präparat besteht aus 176 Einzelfotos und sodann 17 „gestackten“ Bildern, die mittels der  Software Adobe-Photoshop wieder zusammenfügt werden. Zeitaufwand in Summe etwa zwei Stunden aufgrund des vergleichsweise großen Genitals. Bei den Micros geht das alles etwas schneller. Das alles ist zwar mühselig, aber das Endergebnis rechtfertigt den Aufwand, und anders bekommt man solche Fotos nicht hin.

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Vorfrühlings-Falter: Theria primaria und Phigalia pilosaria


Kaum ist der Schnee weggetaut und die Nächte frostfrei, fliegen auch schon die ersten Frühjahrs-Falter. Das sind in aller Regel Arten, deren erste Raupenstadien an Knospen von Gehölzen leben, und die ihre Fortpflanzungszeit darauf abgestimmt haben, direkt im zeitigen Frühjahr mit dem Fressen zu beginnen.

Phigalia pilosaria, Düsseldorf-Hubbelrath, 16. Februar 2017 (Foto: Armin Dahl)

Phigalia pilosaria, Düsseldorf-Hubbelrath, 16. Februar 2017 (Foto: Armin Dahl)

Weit verbreitet und auch im Siedlungsbereich und Gärten zu finden ist der Schneespanner Phigalia pilosaria ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775), die großen, stark behaarten Männchen sitzen jetzt an vielen Stellen nachts unter Lampen, in Unterführungen und an beleuchteten Plakaten. Relativ  häufig trifft man auch auf verdunkelte, rabenschwarze Tiere.

Beim nächtlichen Absuchen von Schlehenhecken mit der Taschenlampe findet man Theria primaria (HAWORTH, [1809])  mit dem Deutschen Namen Früher Schlehenbusch-Winterspanner.

Theria primaria, Eitorf, 14. Februar 2017 (Foto: Brigitte Schmälter)

Die Art ist allerdings weitaus seltener und verstreut zu finden, zumindest gibt es noch große Lücken in den Nachweiskarten der Arbeitsgemeinschaft.
Die Schwesterart Theria rupicapraria ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775), die im Arbeitsgebiet anscheinend trocken-warme Habitate bevorzugt, tritt  zwei bis drei Wochen später als primaria in Erscheinung. Um die beiden Arten sicher zu unterscheiden benötigt man zumindest gute, nicht verblitzte Fotos, auf denen man die Details der Zeichnung und den Flügelschnitt beurteilen kann, oder besser noch einen Belegfalter.

Die Unterscheidung zwischen primaria und rupicapraria hat sich übrigens erst vergleichsweise spät durchgesetzt, den entscheidenden Anstoß dazu gab die Arbeit von Peter KUHNA (1977), das Vergleichsmaterial dazu stammt von der Neye-Talsperre im Norden der Stadt Wipperfürth im Bergischen Land.

Lebensraum beider Arten sind ältere Schlehen- und Weißdornheckenhecken, die männlichen Falter fliegen nach Einbruch der Dämmerung und sitzen meist an windgeschützen Stellen in den Hecken. Die Flügel der Weibchen sind wie bei vielen winteraktiven Schmetterlingsarten auf kleine Stummel reduziert, die unscheinbaren grünen oder branen Raupen beider Arten findet man in besiedelten Hecken bis in den Mai hinein.

Bestimmungshilfe für Fotos und Präparate bietet wie immer das Lepiforum.
Viel Erfolg bei den ersten nächtlichen Exkursionen,  und eine falterreiche Saison 2017!

Armin Dahl

 

Literatur

KUHNA, P. (1977): Kurze Mitteilungen. Über den systematischen Status von Theria ibicaria H.-Schäff. (Lepidoptera, Geometridae). Jahrber. Naturwiss. Ver. Wuppertal, 30: 129-132, Wuppertal

Hinweise für die Presse:

Text und Bilder stehen bei entsprechender Kennzeichnung für einmaligen Abdruck in Printmedien zur freien Verfügung. Bilder in höherer Auflösung auf Anfrage.

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Biodiversität in Weinbausteillagen an der Mosel: Bachelor- und Masterstudenten gesucht

Für den Bereich Biologie / Umweltbiowissenschaften oder verwandte Studiengänge sucht das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Bernkastel-Kues an der Mittelmosel Bachelor- und Masterstudenten, die ihre Abschlussarbeiten über folgende Themen anfertigen wollen:

  • Ökologie und Habitatnutzung von Tagfaltern in Weinbausteillagen der Untermosel
  • Einfluss verschiedener Rebflächenanlagen auf die Tagfalter-Diversität
  • Einfluss verschiedener Managementmaßnahmen von Brachflächen im Steillagenweinbau auf die assoziierte Tagfalter-Diversität.

Melitaea didyma (ESPER, 1778) – Roter Scheckenfalter. Reil, Mullay / Hofberg, 21. Mai 2016 (Foto: Brigitte Schmälter)

Im Rahmen des Projektes „Biodiversität in Weinbausteillagen“ bietet das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Mosel in Bernkastel-Kues in Kooperation mit dem Senckenberg Deutschen Entomologischen Institut die Möglichkeit zur Anfertigung von Abschlussarbeiten zur Erlangung des Grades Bachelor bzw. Master of Science an. Die Betreuung vor Ort findet bei allen Arbeiten durch die im Projekt beschäftigte Doktorandin statt. Die darüber hinaus stattfindende Betreuung und Bewertung der Arbeiten übernimmt Prof. Dr. Thomas Schmitt (Senckenberg Deutschen Ent
omologischen Instituts, Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg).

Die komplette Aussschreibung zum Download

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Offener Brief aus Anlass des drastischen Rückgangs unserer Insektenpopulationen

an die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Hannelore Kraft,
sowie an den
Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Herrn Johannes Remmel

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin,
sehr geehrter Herr Minister,
das Thema „Insektensterben“ hat im Jahr 2016 viel Aufmerksamkeit in den Medien erregt, nicht zuletzt durch Untersuchungen des Entomologischen Vereins Krefeld, die einen erschreckenden Rückgang der Insektenfauna in NRW belegt haben. Mittlerweile ist es um
das Thema wieder ziemlich still geworden.  Es kann aber keinen Zweifel geben, dass das „Insektensterben“ von großer Tragweite ist, für die Landwirtschaft, für die Ökosysteme und die Biodiversität in unserem Land. Als mit der Tierwelt unserer Heimat vertraute Schmetterlingskundler registrieren auch wir seit einigen Jahren mit Sorge einen auffälligen Rückgang von
Schmetterlingen in NRW

Wir nehmen daher die im Januar 2017 bei der EU-Kommission bevorstehende Prüfung der Wiederzulassung der drei Neonikotinoid-Insektizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam zum Anlass, uns mit der Bitte an Sie und an die zuständigen Minister zu wenden, sich im Rahmen Ihrer politischen Möglichkeiten gegen die Wiederzulassung dieser Stoffe einzusetzen. Aus Sicht zahlreicher kompetenter Wissenschaftler sind die zuvor genannten Insektizide ein wesentlicher Grund für den derzeitigen alarmierenden, ja beängstigenden Rückgang vieler Insektenarten.

Der komplette Offene Brief als .pdf zum Download

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Melanargia Heft 4 / 2016: Neue Arten, Daten und Termine

melanargia_28_4_titelbildWeihnachtslektüre 2016: Die neue Ausgabe der Melanargia Jahrgang 28, Heft 4 ist in der Post oder liegt schon in den Briefkästen der Mitglieder. Schriftleiter und Autoren haben sich bemüht wieder ein attraktives Heft zusammenzustellen. Die aktuelle Ausgabe dreht sich im wesentlichen um die aktuelle Ausbreitung einiger Tag- und Nachtfalterarten, die in atemberaubenden Tempo ihre Verbreitungsgebiete nach Norden erweitern. Die Beobachtung dieser Vorgänge wäre unmöglich ohne die Zusammenarbeit der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft und vielen weiteren Personen und Organisationen darüber hinaus. Allen Zulieferern an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

Der Bearbeitungsstand der Online-Nachweiskarten der Schmetterlinge des Bearbeitungsgebiets unter www.schmetterlinge-nrw.de verbessert sich durch die Aktivitäten der Mitglieder und des aus vier Personen bestehenden Datenbankteams rasch: Mittlerweile werden fast eine halbe Million Datensätze online-dargestellt, Tendenz stark steigend. Der Ehrgeiz einiger Mitglieder ist geweckt, „Ihr“ Meßtischblatt mit einer möglichst hohen Artenzahl zu schmücken oder bei bestimmten Arten mal wirklich nach der aktuellen Verbreitung zu schauen. Nebenbei wurden viele Altdaten erfasst und dabei konnten auch zahlreiche Fehler und Ungenauigkeiten korrigiert werden. Wer Tipps zur Dateneingabe ins Vereinsprogramm Insectis, Musterdateien oder Hilfe bei den neuen Online-Datenbanken braucht wendet sich bitte an das Datenbankteam.

Auch die bundesweite Zusammenarbeit kommt voran: Unter der Führung der Museen in Karlsruhe und Dresden und gefördert vom Bundesamt für Naturschutz werden wir demnächst Nachweiskarten der Schmetterlinge Deutschlands sehen können, und zwar für alle Lepidopteren-Arten. Ziel ist dabei vor allem die Erstellung der neuen Roten Liste für die Bundesrepublik Deutschland bis zum Jahr 2020.

An dieser Stelle der Hinweis dass zukünftig alle in der Vereinsdatenbank vorhandenen Datensätze auch auf den bundesweiten Karten angezeigt werden können. Wer also Daten aus Bayern, Sachsen oder sonstigen „Randlagen“ zur Verfügung stellt kann das Projekt mit unterstützen.

Stichwort Internet: Die halbwegs moderne Führung eines Vereins mit aktuell ca. 300 Mitgliedern erzeugt ein Gebirge an Mails, Telefonaten und nicht zuletzt Fahrtkilometern, das Geld ist knapp und die Zeit für das Hobby begrenzt. Wichtig erscheint mir dabei vor allem der persönliche Kontakt, auf Vortragsabenden oder bei gemeinsamen Exkursionen. Damit diese Termine erfolgreich stattfinden und auch gut besucht werden haben wir einen neuen Terminkalender auf der Webseite eingerichtet, in den ALLE entomologisch wichtigen Termine in der Region eingetragen werden sollen, also auch die aus den Nachbarvereinen und von anderen Institutionen. Der Kalender findet sich unter http://www.ag-rh-w-lepidopterologen.de/terminliste/ und oben in der Navigationsleiste der Webseite,  und enthält bereits einiges an Exkursionen und Vorträgen für 2017. Auch hier gilt natürlich: Alles melden, kein Interessierter soll uns in Zukunft verloren gehen, egal ob er/sie sich in Vereinen organisiert oder nicht!

In diesem Sinne wünsche ich allem MitgliederInnen schöne Feiertage und ein spannendes und erfolgreiches Jahr 2017!



Erratum (von Wolfgang Vorbrüggen):
Das Bild auf in der Melanargia 28 (4) auf Seite 141 zeigt Argynnis aglaja anstatt von Argynnis niobe; dies ist leider erst bei der Durchsicht des Papierausdruckes aufgefallen.
Wieso es zu der Verwechslung kam, kann ich nicht exakt rekonstruieren. Auf jeden Fall ist A. niobe auch dieses Jahr noch in mein Netz gegangen; ich habe die Tiere wieder freigelassen, weil ich exakt bestimmte Belegexemplare von niobe bereits in der Sammlung habe. Das abgedruckte Bild, das Argynnis aglaja zeigt, ist der einzige Nachweis dieser Art auf dem Beinigerberg/Schlangenberg. Ansonsten ist die Art seit 1976 von mir dort nicht entdeckt worden.

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Bemerkenswerte Funde 2016 und Daten für die Vereinsdatenbank / InsectIS-online

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Das Jahr geht so langsam dem Ende entgegen und es wird wieder einmal Zeit, die Zusammenstellung bemerkenswerter Schmetterlingsfunde/-beobachtungen anzugehen, und die Daten für die Vereinsdatenbank / InsectIS-online zu importieren.

1.) „Bemerkenswerte Funde“ für die Melanargia-Hefte

Ich möchte Sie/Euch daher bitten, mir in nächster Zeit (spätestens bis zum 1. Februar!) solche bemerkenswerten Funde/Beobachtungen aus 2016 für die nächste Zusammenstellung zukommen zu lassen (sofern noch nicht geschehen).
Eine kleine Hilfe bei der Auswahl von bemerkenswerten Funden sind z. B. die Zusammenstellungen der letzten Jahre und die Roten Listen (vor allem Arten, die neu sind oder verschollen waren sowie Arten der Gefährdungskategorie 1).

Diese Zusammenstellungen können formlos handschriftlich, als Word-Datei, als Excel-Tabelle oder als InsectIS-Export geschickt werden.
Bitte NICHT die komplette Datenbank schicken nach dem Motto: Such Dir / suchen Sie sich heraus, was bemerkenswert ist.
Bei einer großen Datenmenge kann ich dies vom Zeitaufwand her nicht leisten.
Eine Möglichkeit ist, in der Jahresübersicht die bemerkenswerten Funde im Bemerkungsfeld mit einem eindeutigen Kürzel zu versehen. Die so gekennzeichneten Arten kann ich problemlos herausfiltern.
Aber, wie gesagt, das Kürzel sollte eindeutig sein. Kürzel wie BA16 sind nicht eindeutig und werden oft verwendet.
Und – Datenbanken als Export aus InsectIS müssen vor dem Versand komprimiert werden!

Schickt die Daten als Email-Anhang an heinzpschumacher[ätt]t-online.de

2.) Daten für die Vereinsdatenbank und InsectIS-online
Schön wäre es, wenn außerdem möglichst alle Beobachtungen aus 2016 wieder für unsere Datenbank und unser Insectis-online-Projekt zur Verfügung gestellt werden könnten (http://nrw.schmetterlinge-bw.de/Default.aspx#start).
Ein herzliches Dankeschön an alle, die bisher Daten geliefert haben und zum Erfolg von Insectis-online beigetragen haben.

Ideal ist es, wenn die Daten von Ihnen/Euch in unser Programm InsectIS.8 eingegeben und von dort exportiert werden. Der Import ist für uns dann deutlich leichter und schneller möglich, als wenn wir die Daten mühsam von Hand eintragen müssen.
Bitte daran denken: Die vom Programm für den Export vorgesehene Datei „insdaten.mdb“ muss vor dem Versand komprimiert werden.

Auch der Import aus einer Exceltabelle ist, wenn sie nach einem bestimmten Muster aufgebaut wurde, kein Problem. Wer eine solche Mustertabelle haben möchte, den bitte ich um eine kurze Nachricht.

Herzlichen Dank!

In der Hoffnung auf viele schöne Daten die in der nächsten Zeit bei mir eingehen wünsche ich allen ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr.

Heinz Schumacher

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Artenschutz durch Habitatmanagement – Der Mythos von der unberührten Natur

cover_kunz_artenschutzDie engagierte Brandrede von Professor Werner Kunz auf dem Westdeutschen Entomologentag im November 2016 ist vielen Mitgliedern noch in bester Erinnerung: Die Erhaltung einer störungsfreien, unberührten Natur ist in Mitteleuropa in vielen Fällen nicht dazu geeignet, gefährdete oder aussterbende Arten zu retten. Offenländer sind die Biotope, an denen es heute mangelt. Wälder haben wir genug!
Was dem anwesenden Fachpublikum völlig klar war, stößt in der breiten Gesellschaft auf massiven Widerstand: Für ein Umdenken im Artenschutz fehlt das erforderliche Bewusstsein in der Bevölkerung! Großflächiges technisches Biotop-Management ist gegenwärtig politisch kaum durchsetzbar. Naturschutz-Verbände und der beamtete Naturschutz trauen sich offiziell – wider besseres Fachwissen – nicht an diese neue Praxis des Artenschutzes. Jetzt endlich ist zu diesem Thema das neue Buch von Werner Kunz Artenschutz durch Habitatmanagement: Der Mythos von der unberührten Natur auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.

An dieser Stelle keine Rezension, sondern ein paar Sätze aus dem Vorwort, dabei geht es nicht um Werbung oder einen Verdienst, sondern um die dringend notwendige Verbreitung der Sache. Vielleicht hat der eine oder andere noch Zeit und Interesse sich das Werk unter den Weihnachtsbaum zu legen, als wichtigen Beitrag zur Debatte über die Zukunft des Natur- und Artenschutzes.
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„Goldene Acht“ ist Schmetterling des Jahres 2017

Die BUND NRW Naturschutzstiftung und die Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e. V. haben die „Goldene Acht“ zum Schmetterling des Jahres 2017 gekürt.

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Die Raupen der „Goldenen Acht“ (lat: Colias hyale) ernähren sich von Luzerne und Klee und brauchen naturnahe blütenreiche Wiesen oder Weiden. „Mit der Intensivierung der Landwirtschaft schwindet der Lebensraum der Goldenen Acht zusehends“, sagte Jochen Behrmann von der BUND NRW Naturschutzstiftung. „Luzerne und Klee werden kaum noch als Gründünger oder Viehfutter angebaut. Stattdessen wird heute mit Gülle und Kunstdünger gedüngt, und Importsoja dient als Viehfutter. Das verändert auch die Welt der Falter zum Schlechten“, sagte Behrmann. Bundesweit gilt der Schmetterling des Jahres 2017 noch als ungefährdet, in Nordrhein-Westfalen und einigen anderen Bundesländern jedoch steht er bereits auf der Roten Liste als gefährdet.
Die Falter sind von Mai bis Oktober zu beobachten. Ihre Flügelspannweite beträgt etwa vier Zentimeter. Die Männchen weisen eine gelbe und die Weibchen eine grünlich-weiße Färbung auf. Charakteristisch sind der namensgebende achtförmige, rot umrandete Fleck auf der Flügel-Unterseite, die dunkle Randbinde sowie die schwarzen und orangefarbenen Flecken. Weiterlesen

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