{"id":3259,"date":"2019-05-02T10:40:35","date_gmt":"2019-05-02T08:40:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/?p=3259"},"modified":"2019-05-21T15:00:16","modified_gmt":"2019-05-21T13:00:16","slug":"biotop-pflegeeinsatz-in-schlossboeckelheim-im-april-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/2019\/05\/02\/biotop-pflegeeinsatz-in-schlossboeckelheim-im-april-2019\/","title":{"rendered":"Biotop-Pflegeeinsatz in Schlo\u00dfb\u00f6ckelheim im April 2019"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die von der Arbeitsgemeinschaft seit nunmehr fast 20 Jahren gepflegten Grundst\u00fccke am Felsenberg in Schlo\u00dfb\u00f6ckelheim an der Nahe z\u00e4hlen entomologisch zu den bedeutendsten und artenreichsten Lebensr\u00e4umen Deutschlands. Sollen die hier vorkommenden bundesweit stark gef\u00e4hrdeten Arten erhalten bleiben, so ist dies nur m\u00f6glich, wenn regelm\u00e4\u00dfig der drohenden Verbuschung der Biotope durch Mahd entgegengewirkt wird.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_3264\" style=\"width: 1610px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/P1050766a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3264\" data-attachment-id=\"3264\" data-permalink=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/2019\/05\/02\/biotop-pflegeeinsatz-in-schlossboeckelheim-im-april-2019\/p1050766a\/\" data-orig-file=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/P1050766a.jpg\" data-orig-size=\"1600,900\" data-comments-opened=\"1\" data-image-title=\"P1050766a\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/P1050766a.jpg\" class=\"wp-image-3264 size-full\" src=\"http:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/P1050766a.jpg\" alt=\"\" width=\"1600\" height=\"900\" srcset=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/P1050766a.jpg 1600w, https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/P1050766a-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/P1050766a-600x338.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3264\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1: Blick von der oberen auf die untere Pflegefl\u00e4che (rechts unten) und das Nahetal bei Schlo\u00dfb\u00f6ckelheim (15.10.2011) Foto: H. Schumacher<\/p><\/div>\n<p>Urspr\u00fcnglich war der Termin auf den 13. April angesetzt. Wetterbedingt musste der Einsatz dann aber kurzfristig verschoben werden. Brigitte und Hajo Schm\u00e4lter, die schon fr\u00fchzeitig in Schlo\u00dfb\u00f6ckelheim ein Zimmer gebucht hatten, reisten trotzdem an und leisteten schon gute Vorarbeit.<\/p>\n<p>Bei sonnigem Wetter und gef\u00fchlten 30 Grad trafen sich dann am Ostersamstag, 20. April, organisiert von Heinz Schumacher, 13 \u201eLandschaftspfleger\u201c, ausgestattet mit Freischneideger\u00e4ten, Astscheren und dicken Handschuhen in Schlo\u00dfb\u00f6ckelheim, um den Schlehenjungwuchs &#8211; Wurzelaustriebe seit der letzten Pflegema\u00dfnahme &#8211; wieder zu beseitigen. Die Mahd nach Austrieb der Schlehen im Fr\u00fchjahr hat sich als besonders effektiv erwiesen, da sie die Pflanze nachhaltig sch\u00e4digt und so ein Wiederaustrieb verz\u00f6gert wird. Im Gegensatz zu diesem Fr\u00fchjahrsschnitt wirkt der Herbst- und Winterschnitt auf die Geh\u00f6lze wie ein Verj\u00fcngungsschnitt. Die Pflanzen reagieren darauf im kommenden Fr\u00fchjahr mit verst\u00e4rktem Wachstum.<br \/>\nBei unserem Biotoppflegeeinsatz kamen Freischneider zum Einsatz. Oftmals ist aber auch m\u00fchsame Handarbeit erforderlich, um Schlehensch\u00f6sslinge zu entfernen und dabei die zu erhaltenen Pflanzen, z.B. den Echten Haarstrang (<em>Peucedanum officinale<\/em>), die Futterpflanze der europaweit gesch\u00fctzten Haarstrangeule (<em>Gortyna borelii<\/em>), zu erhalten.<br \/>\nWeitere Zielarten unserer Pflegearbeiten sind neben der Haarstrangeule u. a. die Hofdame (<em>Arctia aulica<\/em>), das Felshalden-Flechtenb\u00e4rchen (<em>Setina roscida<\/em>) und der Steppenheiden-W\u00fcrfeldickkopffalter (<em>Pyrgus carthami<\/em>).<\/p>\n<p><div id=\"attachment_3265\" style=\"width: 2485px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/20190420_165656b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3265\" data-attachment-id=\"3265\" data-permalink=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/2019\/05\/02\/biotop-pflegeeinsatz-in-schlossboeckelheim-im-april-2019\/20190420_165656b\/\" data-orig-file=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/20190420_165656b.jpg\" data-orig-size=\"2475,1393\" data-comments-opened=\"1\" data-image-title=\"Pflegeeinsstz Ostersamstag 2019\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Abb. 2: Kaffeepause im Schatten, Schlo\u00dfb\u00f6ckelheim, Felsenberg, 20.04.2019. Von links nach rechts: Rud Seliger, Martine Goerigk, Petra Seliger, Fabian Fritzer, Oliver Eller, Volker Gayk (hinten), Hajo Heimbach, Thomas Geyer, Daniel M\u00fcller, N.N, Hilde Schmitt, Armin Dahl, Uwe Eisenberg. Foto: Heinz Schumacher.&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/20190420_165656b-1801x1014.jpg\" class=\"wp-image-3265 size-full\" src=\"http:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/20190420_165656b.jpg\" alt=\"\" width=\"2475\" height=\"1393\" srcset=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/20190420_165656b.jpg 2475w, https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/20190420_165656b-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/20190420_165656b-600x338.jpg 600w, https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/20190420_165656b-1801x1014.jpg 1801w\" sizes=\"auto, (max-width: 2475px) 100vw, 2475px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3265\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 2: Kaffeepause im Schatten des Felsenahorns: Schlo\u00dfb\u00f6ckelheim, Felsenberg, 20.04.2019. Von links nach rechts: Rudi Seliger, Martine Goerigk, Petra Seliger, Fabian Fritzer, Oliver Eller, Volker Gayk (hinten), Hajo Heimbach, Thomas Geyer, Daniel M\u00fcller,\u00a0Dorothea Sch\u00e4fer, Hilde Schmitt, Armin Dahl, Uwe Eisenberg. Foto: Heinz Schumacher.<\/p><\/div><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Dank unserer Arbeiten sind die gepflegten Fl\u00e4chen in einem relativ guten Zustand. Schaut man dagegen vom Felsenberg auf die gegen\u00fcber liegenden, inzwischen weitgehend verbuschten H\u00e4nge rund um das Naturschutzgebiet Nahegau, so kann man erahnen, wie unsere Pflegefl\u00e4chen ohne unsere Arbeit aussehen w\u00fcrden.<br \/>\nGelegenheit, die wundersch\u00f6ne Landschaft zu genie\u00dfen, interessante Gespr\u00e4che zu f\u00fchren und zahlreichen Segelfaltern zuzuschauen, hatten die Teilnehmer w\u00e4hrend der Kaffeepause im Schatten eines Felsen-Ahorns. Neben Martine Goerigk hatte, wie immer, Elisabeth Schumacher f\u00fcr Kaffee und selbstgebackenen Kuchen gesorgt.<\/p>\n<p>Nicht hoch genug kann die Arbeit eines jeden Einzelnen, der Einsatz f\u00fcr Natur- und Artenschutz, gew\u00fcrdigt werden, insbesondere, wenn man die weiten Anfahrtswege der meisten Teilnehmer ber\u00fccksichtigt. Nur 3 Helfer kamen aus der n\u00e4heren Umgebung.<br \/>\nZwar bestehen Kontakte zum NABU Bad Kreuznach, zum NABU Bad Sobernheim und auch zur Gemeinde Schlo\u00dfb\u00f6ckelheim, dennoch ist die Resonanz auf unsere Aufrufe zur Mitarbeit in der Regel sehr bescheiden. Offensichtlich haben diese Organisationen die Bedeutung der von uns gepflegten Fl\u00e4chen noch nicht verinnerlicht.<br \/>\nW\u00fcnschenswert w\u00e4re eine st\u00e4rkere Unterst\u00fctzung durch Kr\u00e4fte vor Ort.<\/p>\n<p>Ziegenbeweidung wird zwar immer wieder ins Gespr\u00e4ch gebracht, kann aber vermutlich f\u00fcr die recht kleinen Pflegefl\u00e4chen keine L\u00f6sung sein. Neben der geringen Fl\u00e4chengr\u00f6\u00dfe sind die schwierigen Gel\u00e4ndeverh\u00e4ltnisse und die Forderung nach Schonung der Haarstrangbest\u00e4nde begrenzende Faktoren.<br \/>\nDenkbar ist eine Beweidung nur bei Einbeziehung gr\u00f6\u00dferer angrenzender Fl\u00e4chen.<br \/>\nIn Gespr\u00e4chen mit allen Beteiligten und Fachkr\u00e4ften, mit Verb\u00e4nden und Beh\u00f6rden wird hier nach einer L\u00f6sung gesucht werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Text: Heinz Schumacher und Hermann-Josef Heimbach<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die von der Arbeitsgemeinschaft seit nunmehr fast 20 Jahren gepflegten Grundst\u00fccke am Felsenberg in Schlo\u00dfb\u00f6ckelheim an der Nahe z\u00e4hlen entomologisch zu den bedeutendsten und artenreichsten Lebensr\u00e4umen Deutschlands. 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