{"id":4092,"date":"2020-04-17T15:59:15","date_gmt":"2020-04-17T13:59:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/?p=4092"},"modified":"2020-04-19T16:20:43","modified_gmt":"2020-04-19T14:20:43","slug":"raupenfruehling-und-die-lehre-vom-richtigen-zeitpunkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/2020\/04\/17\/raupenfruehling-und-die-lehre-vom-richtigen-zeitpunkt\/","title":{"rendered":"Raupenfr\u00fchling und die Lehre vom richtigen Zeitpunkt"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"4106\" data-permalink=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/2020\/04\/17\/raupenfruehling-und-die-lehre-vom-richtigen-zeitpunkt\/bild4_\/\" data-orig-file=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild4_.jpg\" data-orig-size=\"750,244\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;3.2&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon IXUS 145&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1584805071&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;5&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;100&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.004&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Bild4_\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild4_.jpg\" class=\"alignleft size-full wp-image-4106\" src=\"http:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild4_.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"244\" srcset=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild4_.jpg 750w, https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild4_-600x195.jpg 600w, https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild4_-300x98.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/>Nicht nur bei den Faltern hat der Fr\u00fchling losgelegt, sondern auch bei den Raupen. So war ich Anfang April 2020 auch wieder in meinen beiden D\u00fcsseldorfer Gebieten kartieren, und habe flei\u00dfig v.a. an bl\u00fchenden Schlehen geklopft und K\u00e4tzchen von Weiden und Pappeln gesammelt.<\/strong><\/p>\n<p>Teils durch Aufsammeln vom Boden, teils durch Klopfen von Geb\u00fcsch und krautigen Pflanzen, teils aber auch durch Klopfen an dem k\u00e4tzchentragenden Geh\u00f6lz selbst und weil viele Weidenk\u00e4tzchen erst gerade angingen zu bl\u00fchen und also noch nicht \u201ereif\u201c zum Klopfen waren auch durch \u201epfl\u00fccken\u201c. An dem Tag selber habe ich kaum Raupen zu sehen bekommen, aber ich habe ja in diversen Plastikt\u00fcten jede Menge Proben mit nach Hause genommen, und da kamen dann in den folgenden Tagen hunderte Raupen heraus, die am Sammeltag wohl noch winzig kleine L1 in den K\u00e4tzchen oder zwischen den Schlehenbl\u00fcten gewesen sein d\u00fcrften<em>: Cosmia trapezina, Amphipyra pyramidea<\/em> und <em>A. berbera,<\/em> <em>Colotois pennaria, Agriopis <\/em>spec., <em>Erannis defoliaria, Apocheima pilosaria <\/em>waren u.a. schon dabei!<\/p>\n<p>Interessant war, dass es bl\u00fchph\u00e4nologisch doch recht deutliche Unterschiede gab zwischen den Gebieten: W\u00e4hrend auf dem Golfplatz Hubbelrath die meisten Schlehen in pr\u00e4chtiger Vollbl\u00fcte standen und ich an der \u00fcblichen Stelle (siehe Bild 1) wieder so einige vermeintliche <em>Rhinoprora chloerata-<\/em>Raupen finden konnte, waren die Schlehen im UG Eller Forst schon durch und dort gab es dann diesmal auch leider keine Raupen dieser Gattung. Eine dieser Raupen sah ich schon gleich nach dem Klopfen im Schirm und diese hat sich auch gleich am n\u00e4chsten Tag schon den Kokon gebaut, zwei weitere tauchten erst am 7.4. beim Durchw\u00fchlen der Probe auf, eine am 8.4., zwei am 9.4. und eine am 10.4. Allerdings habe ich den Verdacht, dass es sich bei den sp\u00e4ter aufgetauchten auch um die \u00e4hnliche und viel h\u00e4ufigere, aber normal ph\u00e4nologisch sp\u00e4tere <em>R. rectangulata<\/em> handeln k\u00f6nnte, deren Raupe tendenziell etwas schlanker ist (siehe dazu auch Bild 2). Zur Sicherheit werden nat\u00fcrlich alle gez\u00fcchtet.<\/p>\n<p>Auch bei der Esche hatte ich Pech: In Hubbelrath gingen bei den beklopfbaren Eschen gerade erst die Bl\u00fcten auf, im Eller Forst waren sie jedoch schon abgebl\u00fcht. Vor ein paar Jahren war es noch anders, denn da konnte ich in beiden Gebieten genau zur Eschenvollbl\u00fcte daran klopfen (10.4.2015 im Eller Forst, 15.4. in Hubbelrath) und hatte an jeder Esche zahllose winzige Raupen von <em>Agrochola circellaris<\/em> im Schirm!<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Was die Weiden und Pappeln angeht,\u00a0 war ich zuvor schon ein bisschen in Aachen aktiv gewesen: Am 3.3. nahm ich ein paar bl\u00fchende Zweige einer gro\u00dfen m\u00e4nnlichen Salweide mit, welche von einem Sturm dahingerafft worden war und stellte sie in Wasser. Bis zum 25.3. stand das dann alles nur rum bis ich mal Zeit hatte danach zu schauen und fand dann beim abmachen der schon arg trocken gewordenen K\u00e4tzchen gleich mal eine ausgewachsene <em>X. icteritia<\/em> Raupe sowie eine <em>X. togata<\/em> in vorletzter Haut und eine leider tote Eulenraupe im Wasserglas. Nachdem ich die K\u00e4tzchen etwas angefeuchtet hatte tauchten dann am 29.3. beim W\u00fchlen darin noch eine Puppe von <em>Eupithecia tenuiata<\/em> auf sowie eine weitere Raupe von <em>X. togata<\/em> und insgesamt vier <em>A. circellaris<\/em> in verschiedenen Stadien und am 8.4. schlie\u00dflich noch eine L3 von <em>Operophtera brumata!<\/em> Nicht schlecht f\u00fcr nur ca. 4 oder 5 Zweige mit 24g K\u00e4tzchen!<\/p>\n<p>Faunistisch interessanter war aber das Ergebnis des Pappelk\u00e4tzchen-Sammelns. Nachdem ich die letzten Jahre immer den Fall der Pappelk\u00e4tzchen irgendwie verpasst hatte, habe ich diesmal etwas genauer hingeschaut und bei mir zuhause um die Ecke mitgekriegt, dass die Reihe von ca. 10 B\u00e4umen Pyramidenpappeln (Populus nigra \u201eItalica\u201c, s. Bild 3) am 21.3. schon die meisten ihrer m\u00e4nnlichen K\u00e4tzchen geworfen hatte, aber auch noch welche am Baum hingen. Die am Boden liegenden K\u00e4tzchen waren bei 5\u00b0C und sonnig-trockenem Wetter zwar nicht mehr frisch, aber auch noch nicht v\u00f6llig br\u00f6selig, so dass ich am Standort Peliserkerstra\u00dfe mit einem Kehrbleck in kurzer Zeit satte 1895 g sammeln konnte, vornehmlich aus der \u201eGosse\u201c, wo sie sich gut gesammelt hatten (Bild 4). An zwei Stellen im Stadtpark mit einer bzw. vier Pappeln derselben Art musste ich allerdings m\u00fchsam mit den Fingern vom Boden aufsammeln, so dass dort nicht ganz so viel zusammenkam ebenso wie bei einer auch schon so erstaunlich fr\u00fch bl\u00fchenden Bastardpappel (= <em>Populus x canadensis<\/em>) in der N\u00e4he meiner Wohnung.<\/p>\n<p>Und wie war nun das Ergebnis? Am 22.3. zeigte sich zun\u00e4chst nur eine <em>O. brumata<\/em>, am 24.3. dann eine <em>A. circellaris<\/em> und ab dem 25.3. bis zum 29.3. dann viele weitere Herbsteulenraupen in zumeist sehr kleinen H\u00e4utungsstadien: insgesamt bargen diese Proben am Ende 7 <em>A. circellaris<\/em>, 10 <em>X. gilvago<\/em> c.f. (Bild 5) und 4 <em>X. ocellaris <\/em>c.f. (Bild 6) sowie eine vor der Bestimmbarkeit verstorbene <em>X. am gilvago\/ocellaris<\/em> agg..<\/p>\n<p>Die Unterscheidung der beiden letzteren Arten, von denen nun bis auf eine 16.4. alle in der Erde sind, ist nicht einfach, aber man kann schon recht gut einige Unterschiede sehen, die auch zu gewissen Literaturangaben passen. Offenbar hat <em>X. gilvago<\/em> v.a. eine hellere und mehr ins gelbliche gehende st\u00e4rker konstrastierende Seitenlinie sowie etwas deutlichere R\u00fcckenzeichnungen. Bisher dachte ich immer, dass die <em>X. gilvago<\/em> vielleicht doch nur an Ulme geht, aber nun habe ich bei \u00dcberpr\u00fcfung \u00e4lterer Funde von mir doch festgestellt, dass ich die <em>X. gilvago<\/em> auch vorher schon \u00f6fter sogar zusammen mit <em>X. ocellaris<\/em> in Pappelk\u00e4tzchen eingetragen hatte \u2013 so z.B. am 10.4.1999, an dem von einer Bastardpappel in einem Aachener Industriegebiet K\u00e4tzchen gesammelt worden waren mit Raupen, aus denen drei eindeutige <em>X. ocellaris<\/em> Falter geschl\u00fcpft waren, aber auch ein ganz leicht kr\u00fcppeliger Falter mit <em>X. gilvago<\/em>-Habitus, den ich damals partout nicht als solchen wahrhaben wollte!<\/p>\n<div class=\"tiled-gallery type-rectangular tiled-gallery-unresized\" data-original-width=\"640\" data-carousel-extra='{&quot;blog_id&quot;:1,&quot;permalink&quot;:&quot;https:\\\/\\\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\\\/_mGala-16_Thea\\\/2020\\\/04\\\/17\\\/raupenfruehling-und-die-lehre-vom-richtigen-zeitpunkt\\\/&quot;,&quot;likes_blog_id&quot;:107974029}' itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageGallery\" > <div class=\"gallery-row\" style=\"width: 640px; 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Wirooks)\" style=\"width: 327px; height: 436px;\" \/> <\/a> <div class=\"tiled-gallery-caption\" itemprop=\"caption description\"> Bild 3: Pyramidenpappeln, an deren K\u00e4tzchen am 21.3.2020 in Aachen\/Peliserkerstra\u00dfe Raupen von X. gilvago und X. ocellaris gefunden wurden (Foto: L. Wirooks) <\/div> <\/div> <\/div> <!-- close group --> <\/div> <!-- close row --> <div class=\"gallery-row\" style=\"width: 640px; height: 520px;\" data-original-width=\"640\" data-original-height=\"520\" > <div class=\"gallery-group images-1\" style=\"width: 391px; height: 520px;\" data-original-width=\"391\" data-original-height=\"520\" > <div class=\"tiled-gallery-item tiled-gallery-item-large\" itemprop=\"associatedMedia\" itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageObject\"> <a href=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/2020\/04\/17\/raupenfruehling-und-die-lehre-vom-richtigen-zeitpunkt\/bild4\/\" border=\"0\" itemprop=\"url\"> <meta itemprop=\"width\" content=\"387\"> <meta itemprop=\"height\" content=\"516\"> <img decoding=\"async\" class=\"\" data-attachment-id=\"4098\" data-orig-file=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild4.jpg\" data-orig-size=\"750,1000\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;3.2&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon IXUS 145&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1584805071&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;5&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;100&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.004&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Bild4\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild4-300x400.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild4.jpg\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild4.jpg?w=387&#038;h=516&#038;ssl=1\" srcset=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild4.jpg 750w, https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild4-300x400.jpg 300w, https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild4-150x200.jpg 150w\" width=\"387\" height=\"516\" loading=\"lazy\" data-original-width=\"387\" data-original-height=\"516\" itemprop=\"http:\/\/schema.org\/image\" title=\"Bild4\" alt=\"Bild 4: Am Bordstein haben sich hier die Pappelk\u00e4tzchen angesammelt und konnten leicht mit einem Kehrbesen gesammelt werden (Foto: Ludger Wirooks)\" style=\"width: 387px; height: 516px;\" \/> <\/a> <div class=\"tiled-gallery-caption\" itemprop=\"caption description\"> Bild 4: Am Bordstein haben sich hier die Pappelk\u00e4tzchen angesammelt und konnten leicht mit einem Kehrbesen gesammelt werden (Foto: Ludger Wirooks) <\/div> <\/div> <\/div> <!-- close group --> <div class=\"gallery-group images-3\" style=\"width: 249px; height: 520px;\" data-original-width=\"249\" data-original-height=\"520\" > <div class=\"tiled-gallery-item tiled-gallery-item-small\" itemprop=\"associatedMedia\" itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageObject\"> <a href=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/2020\/04\/17\/raupenfruehling-und-die-lehre-vom-richtigen-zeitpunkt\/bild5\/\" border=\"0\" itemprop=\"url\"> <meta itemprop=\"width\" content=\"245\"> <meta itemprop=\"height\" content=\"162\"> <img decoding=\"async\" class=\"\" data-attachment-id=\"4099\" data-orig-file=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild5.jpg\" data-orig-size=\"1000,664\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;14&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;NIKON D90&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1585930211&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;105&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.005&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Bild5\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild5-600x398.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild5.jpg\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild5.jpg?w=245&#038;h=162&#038;ssl=1\" srcset=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild5.jpg 1000w, https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild5-600x398.jpg 600w, https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-content\/uploads\/Bild5-300x200.jpg 300w\" width=\"245\" height=\"162\" loading=\"lazy\" data-original-width=\"245\" data-original-height=\"162\" itemprop=\"http:\/\/schema.org\/image\" title=\"Bild5\" alt=\"Bild 5: Eine der am 21.3.2020 in Aachen mit Pappelk\u00e4tzchen eingetragenen Raupen, die wohl als X. gilvago anzusprechen sind.\" style=\"width: 245px; 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An solchen Stellen ist das Sammeln sehr m\u00fchselig.\" style=\"width: 245px; height: 184px;\" \/> <\/a> <div class=\"tiled-gallery-caption\" itemprop=\"caption description\"> Bild 7: Zu Boden gefallene Pappelk\u00e4tzchen auf dem Golfplatz in D\u00fcsseldorf Hubblrath am 6.4.2020. An solchen Stellen ist das Sammeln sehr m\u00fchselig. <\/div> <\/div> <\/div> <!-- close group --> <\/div> <!-- close row --> <\/div>\n<p>Auch im D\u00fcsseldorfer Eller Forst gibt es beide Arten: So ergab der aus einer der beiden 2017 dort gefundenen Raupen gezogene Falter eine sichere <em>X. ocellaris<\/em>, die 2015 dort gefundene Raupe habe ich damals trotz des eigentlich klaren <em>X. gilvago<\/em>-Falters, der daraus schl\u00fcpfte, jedoch zun\u00e4chst wieder f\u00e4lschlich als <em>X. ocellaris<\/em> deklariert. Dieses Jahr konnte ich nun trotz flei\u00dfigen Sammelns von Pappelk\u00e4tzchen dort nur zwei Raupen finden, bei denen es sich definitiv um <em>X. gilvago<\/em> oder <em>X. ocellaris<\/em> handelt, welche aber momentan noch zu klein sind um sie artgenau zuzuordnen.<\/p>\n<p>Am 15.4. habe ich dann endlich die letzten Proben vom 6.4. entsorgt, obwohl auch an diesem Tag noch einige Raupen darin aufgetaucht waren, wie z.B. eine <em>X. togata<\/em> in einer schon ziemlich stinkenden Probe von m\u00e4nnlichen Grauweidenk\u00e4tzchen und eine <em>A. circellaris <\/em>in einer Pappelk\u00e4tzchenprobe. Das Gesamtresultat ist wieder h\u00f6chst interessant: So wurden alleine im Eller Forst diesmal 10 <em>X. icteritia<\/em> in diversen Weidenk\u00e4tzchen nachgewiesen, nachdem die Art dort 2019 \u00fcberhaupt erst zum allerersten Mal als Art aufgetaucht war! Ist die Art nun als Raupe ph\u00e4nologisch so fr\u00fch, dass sie deswegen in den Vorjahren \u00fcbersehen worden war? Oder ist das Ganze eine Folge des Klimawandels? Und warum gab es dieses Jahr so wenige <em>A. circellaris<\/em>: nur 15 Raupen im Eller Forst, wo es 2017 noch 81 gegeben hatte? Dabei wurden diesmal ganz besonders viele Weiden- und Pappelk\u00e4tzchen gesammelt und in den Vorjahren eigentlich nur wenige!<\/p>\n<p>Zu guter Letzt noch ein paar Hinweise f\u00fcr Interessierte, die die Methoden selber mal ausprobieren wollen:<\/p>\n<ul>\n<li>Flei\u00dfig mitnehmen \u2013 viele Arten findet man kaum vor Ort, sondern nur, wenn man das entsprechende Substrat mit nachhause nimmt und die Raupen sich ein paar Tage lang entwickeln l\u00e4sst.<\/li>\n<li>Masse macht die Klasse: am besten da sammeln, wo man in kurzer Zeit eine Menge K\u00e4tzchen oder was auch immer zusammen hat: Also Bordstein, Fu\u00dfg\u00e4ngerweg etc.! Alles, wo man ein Kehrblech einsetzen kann, ist zu bevorzugen gegen\u00fcber solchen \u201enat\u00fcrlichen\u201c Stellen mit viel Brombeeren und Brennesseln, wie z.B. in Hubbelrath (s. Bild 7)<\/li>\n<li>Je frischer, desto besser: Das gilt v.a. f\u00fcr Pappelk\u00e4tzchen, die sich wenn die Sonne drauf scheint in k\u00fcrzester Zeit in Br\u00f6sel verwandeln, der keine Raupen mehr beherbergt. In D\u00fcsseldorf hatte ich so ca. 4 bis 5 Pappelk\u00e4tzchen pro Stunde auf dem Autodach, was mir sagte, dass die Zeit zum Sammeln wohl richtig war bzw. viele K\u00e4tzchen noch frisch genug.<\/li>\n<li>Richtige Aufbewahrung: Die K\u00e4tzchen sollten nicht in zig Zentimeter dicken Lagen liegen, weil die unten liegenden sonst schnell g\u00e4ren. Die Herbsteulen bleiben zwar meist in bzw zwischen den K\u00e4tzchen, aber als ich meine Aachener Proben weil es vorher zu feucht darin wurde einfach offen in Wassch\u00fcsseln stehen hatte, habe ich dann doch die meisten Xanthia-Raupen so halb rausgekrabbelt an den W\u00e4nden der Sch\u00fcsseln entdeckt und eine den Proben nicht mehr zuordnebare Raupe sogar in der Badewanne! Pappkartons sind wohl bez\u00fcglich Feuchtigkeit g\u00fcnstig, aber da k\u00f6nnen nat\u00fcrlich kleine Raupen durch Ritzen leicht entweichen!<\/li>\n<li>Nicht zu fr\u00fch die Flinte ins Korn werfen. Im Nachhinein habe ich mich ge\u00e4rgert, dass ich die K\u00e4tzchen von der Aachener Bastardpappel nach einer Woche ohne Raupen gefunden zu haben weggeworfen hatte \u2013 wer wei\u00df, ob nicht doch noch was rausgekommen w\u00e4re\u2026. Und selbst wenn es feucht und stinkig ist, k\u00f6nnen sich da wundersamerweise noch Raupen drin entwickeln \u2013 dar\u00fcber staune ich jedesmal wieder!<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht nur bei den Faltern hat der Fr\u00fchling losgelegt, sondern auch bei den Raupen. So war ich Anfang April 2020 auch wieder in meinen beiden D\u00fcsseldorfer Gebieten kartieren, und habe flei\u00dfig v.a. an bl\u00fchenden Schlehen geklopft und K\u00e4tzchen von Weiden &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/2020\/04\/17\/raupenfruehling-und-die-lehre-vom-richtigen-zeitpunkt\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[19,36,20,14],"tags":[],"class_list":["post-4092","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bestimmungshilfe","category-oekologie","category-phaenologie-klimawandel","category-seltene-arten"],"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":null,"server":null,"url":null},"wp-worthy-type":"normal","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p7j2YB-140","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4092","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4092"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4092\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4116,"href":"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4092\/revisions\/4116"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4092"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4092"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ag-rh-w-lepidopterologen.de\/_mGala-16_Thea\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4092"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}